Die Dossinia marmorata ist eine echte Schmuckorchidee, die man vor allem wegen ihres Laubes wählt. Anstelle von großen Blüten beeindruckt diese Art mit samtigen Blättern und einem auffälligen Netz aus goldenen Adern. Sie ist eine kompakte, terrestrische Orchidee, die sich in einem stabilen, feuchten Mikroklima wie einem Terrarium oder einer geschlossenen Gärtnerei am wohlsten fühlt.
Herkunft
Dossinia marmorata ist endemisch auf Borneo, wo sie auf dem geschützten Waldboden des feuchtwarmen Regenwaldes wächst. In der freien Natur steht die pflanze ständig in gefiltertem Licht, mit einer luftigen Schicht aus humusreichem organischem Material auf der Oberseite, wo die Wurzeln nie ganz austrocknen.
Merkmale
Diese Art bildet eine niedrige Rosette mit festen, samtigen Blättern, die je nach Licht und Standort kupfer- bis olivgrün erscheinen können. Die Adern zeichnen sich hell in einem goldähnlichen Muster ab, das unter stabilen Bedingungen zunehmend kontrastreicher wird. Bei unseren Pflanzen beträgt die Blattlänge derzeit im Durchschnitt etwa 3 bis 5 cm, gemessen vom Kern bis zur Blattspitze. Das liegt daran, dass sie sich noch in einem relativ jungen Stadium befinden. Wenn die pflanze weiter wächst und über längere Zeit konstant steht, werden die Blätter tendenziell größer und voller in der Zeichnung. Leichte Unterschiede in der Blattfarbe und -zeichnung sind normal und Teil des natürlichen Charakters von Schmuckorchideen.
Pflege
Leicht
Diese Dossinia mag weiches, indirektes Licht. Ein Platz mit ähnlichem Licht wie "Schatten im Gewächshaus" ist ideal. Zu viel Licht macht die Blätter schneller heller und kann die samtige Struktur stumpfer machen, während zu wenig Licht das Wachstum merklich verlangsamt.
Temperatur
Am besten ist eine stabile, warme Temperatur, etwa zwischen 20 und 27 °C. Vermeiden Sie kalte Zugluft und anhaltend niedrige Temperaturen, da diese das Wachstum hemmen und die Gefahr von Wurzelproblemen erhöhen können.
Substrat
Wählen Sie ein luftiges, organisches und feines Substrat, das Feuchtigkeit speichert, ohne nass zu bleiben. Eine Mischung aus z. B. feinem Stangenmaterial und hochwertigem Sphagnum, eventuell ergänzt durch faserige organische Bestandteile, eignet sich gut für den natürlichen Wachstumstyp. Wichtig ist, dass immer Sauerstoff an die Wurzeln gelangen kann.
Luftfeuchtigkeit
Eine höhere Luftfeuchtigkeit ist eindeutig zu ihren Gunsten, vorzugsweise 60 bis 80 Prozent. In einem Terrarium oder geschlossenen Behälter bleiben die Blätter schöner, das Wachstum ist gleichmäßiger und die pflanze erholt sich schneller von Verdrängung.
Bewässerung
Halten Sie das Substrat leicht feucht, aber vermeiden Sie es, die pflanze über längere Zeit nass zu halten. Lassen Sie die oberste Schicht vorzugsweise ganz kurz etwas austrocknen und geben Sie dann erneut eine kleine Menge Wasser. Verwenden Sie vorzugsweise entmineralisiertes Wasser oder anderes weiches Wasser, da Juwelenorchideen empfindlich auf Salzablagerungen reagieren können.
Füttern
Füttern Sie während der Wachstumsperiode sparsam. Eine niedrige Dosis Orchideennahrung ist in der Regel am besten, da zu viel Dünger die Wurzeln belasten und die Blätter weniger attraktiv machen kann.
Umtopfen
Vorzugsweise nicht zu oft umtopfen. Sobald das Substrat sichtbar absackt, säuerlich zu riechen beginnt oder über längere Zeit zu nass bleibt, ist es an der Zeit, es zu wechseln. Arbeiten Sie langsam, denn die Wurzeln sind relativ fein und mögen Stabilität.
Blüte
Die Blüte ist in der Regel bescheiden und erfolgt oft an einem etwas längeren Blütenstiel mit kleinen, hellen Blüten. Viele Liebhaber entscheiden sich dafür, den Blütentrieb zu entfernen, wenn die pflanze noch jung ist, damit die Energie hauptsächlich in die Wurzeln und das Blattwachstum fließt. Wenn der pflanze reif und stabil ist, kann man die Blüte als nettes Extra erscheinen lassen.