Wir züchten und importieren die Rhynchostylis gigantea bereits seit 20 Jahren, und sie ist nach wie vor eine dankbare pflanze. Die pflanze ist robust, blüht üppig und duftet herrlich. Je älter und größer die pflanze wird, desto mehr Blüten erscheinen. Durch künstliche Bestäubung wurden die Farben dieser pflanze um Orange, Rot und Pfirsichfarben erweitert. Rhynchostylis gigantea stammt ursprünglich aus Myanmar, Thailand, Malaysia, Laos, Kambodscha, Vietnam, China, Borneo und Indonesien.
Merkmale und Aussehen
Die Rhynchostylis-Orchidee weist typische Vanda-Eigenschaften auf. Es handelt sich um eine monopodiale pflanze (aus einem einzigen Punkt wachsend) mit ledrigen, gegenständig angeordneten Blättern. Die pflanze hat silbergrüne Wurzeln mit einer dicken Außenhaut und blüht in hängenden Trauben.
Wuchsform
Es handelt sich um eine mittelgroße, wärmeliebende Epiphyte. Das bedeutet, dass sie auf Ästen und Bäumen wächst, nicht im Boden. Die pflanze wird bis zu 60 cm hoch und bildet an der Basis einen kräftigen und dicken Stiel. Die Blätter sind bis zu 30 cm lang und 5–7,5 cm breit.
Blüten
Die Blüten der Rhynchostylis gigantea wachsen in bis zu 37 cm langen Trauben. Die süß duftenden Blüten bleiben etwa zwei Wochen lang am Stiel. Die Blüten haben einen Durchmesser von 2,5–3,8 cm. Sie sind meist weiß, mit rot-violetten, amethyst-violetten oder karminroten Flecken und haben oft eine deutlich sichtbare Spitze in derselben Farbe. Die Lippe ist ebenfalls rot-violett, amethyst-violett oder karminrot und verblasst meist an der Basis und zur Mitte hin zu einer weißen Farbe. Es wurden auch Sorten mit weißen Blüten gefunden, und gelegentlich findet man Exemplare mit roten Blüten.
Pflege
Sonnenlicht
Diese pflanze liebt Sonnenlicht, jedoch kein direktes. Diffuses Licht ist vorteilhafter. Direkte Mittagssonne kann eine Gefahr für die pflanze darstellen. Die pflanze mag eine starke Luftbewegung um die Wurzeln.
Temperatur
Es handelt sich um eine thermophile pflanze, sie liebt also Wärme. Die pflanze darf ruhig etwas kühler stehen, aber dann muss man beim Gießen vorsichtig sein. Die pflanze trocknet dann weniger schnell aus. Die Temperatur beträgt tagsüber 21,5–33 Grad Celsius und nachts 18,5–25 Grad Celsius. Im Frühling kann es etwas wärmer sein, etwa 24–35 Grad Celsius. Im Winter benötigt diese pflanze ebenfalls eine warme Temperatur, etwa 21,5–33 Grad Celsius.
Luftfeuchtigkeit
Die Rhynchostylis gigantea benötigt den größten Teil des Jahres eine Luftfeuchtigkeit von etwa 80 %, im Winter und im frühen Frühjahr reduziert auf etwa 70–75 %. Bei einer niedrigen Temperatur (21 Grad Celsius) kann die Luftfeuchtigkeit auf 40–70 % gesenkt werden.
Dies gilt für Pflanzen in Topfkultur. Die Luftfeuchtigkeit im Substrat ist höher. Der oberirdische Teil benötigt weniger Wasser und das Herz der pflanze bleibt trocken, was Fäulnis vorbeugt. Der unterirdische Teil benötigt mehr Feuchtigkeit und kann mehr Wasser aufnehmen. Das Substrat speichert die Feuchtigkeit besser, während Hängepflanzen schneller austrocknen und daher eine höhere Luftfeuchtigkeit benötigen.
Bewässerung
Die Niederschlagsmenge in der natürlichen Umgebung variiert von reichlich bis sehr reichlich. Regenfälle beginnen am Ende des Frühlings und dauern bis zum Herbst. Danach setzt relativ schnell die Trockenzeit ein, die 3–4 Monate dauert (Winter und früher Frühling). Die Kulturpflanzen müssen während der Wachstumsperiode reichlich gegossen werden, dabei muss jedoch die Luftzirkulation um die Wurzeln gewährleistet sein, damit diese nach dem Gießen schnell trocknen können. Bei Pflanzen, die in Töpfen oder Körben wachsen, darf das verwendete Substrat nicht nass werden.
Aufstellung
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n Rhynchostylis gigantea wächst am besten, wenn mehrere Luftwurzeln frei hängen können. Man kann die pflanze in Holzkörbe setzen, ohne Substrat hinzuzufügen, oder die pflanze an Baumfarnen oder Kork befestigen, ohne Substrat um die Wurzeln herum. Unter diesen Bedingungen muss eine hohe Luftfeuchtigkeit gewährleistet sein und die Pflanzen sollten mindestens einmal täglich mit Wasser besprüht werden, an heißen und trockenen Tagen sogar mehrmals täglich.
Substrat
Sie können auch in Töpfen mit sehr lockerer, schnell trocknender Erde kultiviert werden, damit die Wurzeln nach dem Gießen schnell trocknen können. Gute Ergebnisse erzielt man mit einer Mischung aus gleichen Teilen mittelgroßer und großer Stücke von Fichtenrinde und Holzkohle. Man kann auch nur Holzkohle als Substrat verwenden.
Umtopfen
Diese Pflanzen reagieren ungünstig auf das Umtopfen. Wenn die Pflanzen jedoch in Töpfen wachsen, die mit einer Rindenmischung gefüllt sind, müssen sie jedes Jahr umgetopft werden, da ein möglicher Zerfall der Rinde schnell zum Absterben des Wurzelsystems führen kann. Die pflanze muss sehr flach gepflanzt werden. Pflanzen passen sich schneller und stressfreier an, wenn sie in der Phase, in der gerade neue Wurzeln zu wachsen beginnen, fixiert oder umgetopft werden.
Düngung
Während der aktiven Wachstumsphase sollten die Pflanzen wöchentlich mit Orchideendünger versorgt werden. Man kann das ganze Jahr über Langzeitdünger verwenden, aber von Frühling bis Mitte des Sommers auch Dünger mit erhöhtem Stickstoffgehalt. Und im Spätsommer und Herbst kann man mit Phosphor angereicherten Dünger verwenden.
Ruhephase
Rhynchostylis gigantea benötigt im Winter deutlich weniger Wasser. Bei hoher Luftfeuchtigkeit im Winter sorgen sporadisches Besprühen der Pflanzen und gelegentliches Gießen für ausreichend Feuchtigkeit für eine gute Entwicklung. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit muss die pflanze häufiger gegossen werden. Diese Pflanzen dürfen niemals vollständig austrocknen. Die Düngung sollte bis zum Frühjahr reduziert oder ganz eingestellt werden.